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Tag 6: Die Nebel von Nimbim

Geschrieben von am 2. August 2010

Am Montag machten wir uns zusammen mit den beiden Belgiern nach Nimbim auf, während wir Robin mit einer Freundin in Byron Bay ließen (ich muss sagen, ich vermiss ihn nicht übermäßig). Für alle, die nicht wissen, was Nimbim ist, hier eine kurze Zusammenfassung: Nimbim ist die Kiffer- und Hippiehauptstadt von Australien. Wir haben ganze zehn Meter gebraucht, bis wir auf den ersten Dealer stießen, der uns grünen Tabak verkaufen wollte. Alle Läden sind bunt angemalt und sehr alternativ, alle Menschen, die in den Straßen abhängen, bewegen sich im vollen Spektrum zwischen gechillt und abgefuckt. Wirklich zu sehen gibt es in dem Ort nichts, aber zumindest die Atmosphäre ist interessant. Ich habe noch keinen Ort gesehen, wo so offen, offensichtlich und öffentlich mit Drogen hantiert wurde. Auch das Schild in einem Laden mit der Aufschrift „Wir verkaufen kein Gras und keine Bongs“ schien wenig glaubhaft, denn die Herren hinter der Theke schienen selbst dem grünen Stoff mit ihren Bongs zu huldigen.

Interessant ist auch noch das Museum, auch nicht wegen der zahlreichen Informationen, die man den an die Wand geklebten Zeitungsausschnitten entnehmen kann, sondern vielmehr wegen der doch beeindruckenden Sammlung von Hippie-Schrott. Man fühlt sich fast ein wenig vereinnahmt, möchte auch die Wale und Regenwälder dieser Welt retten und die Welt von „hoher“ Warte betrachten. Mein Gefühl schwankte immer zwischen Interesse und Belustigung. Der Blick auf die vielen gestrandeten Existenzen vor der Tür holt einen dann aber schnell von sämtlichen Höhenflügen zurück.

Nach einem Lunch, zu dem wir von den freundlichen Belgierinnen eingeladen wurden, versuchte Nick sich erfolglos darin, ein paar Pilze zu erstehen. Der oberkörperfreie Aboriginee mit den Jack Daniels Dosen vertröstete uns immer wieder, sodass wir schließlich unverrichteter Dinge abfuhren und nach weiteren Umwegen erreichten wir erneut Byron Bay, um die Damen abzusetzten. Die Umwege gibt es bei uns immer und meistens ist die bescheuerte Beschilderung der Australier daran schuld, denn die scheinen zu glauben, dass man die Orte, die auf dem zuvorigen Schild waren, doch nicht noch einmal auf das nächste schreiben müsse. Also steht man dann an der Kreuzung und fragt sich, wo man denn jetzt hinfahren soll. Größere Highways werden übrigens aus Prinzip erst etwa fünf Kilometer vorher ausgeschildert, sodass man die ganze Pampa auf gut Glück durchqueren muss. Wir jedenfalls kaufen noch schnell ein wenig ein und rollten weiter nach Surfers Paradise, wo wir dann in einem kleinen Vorort nahe eines Mini-Nationalparks sanft im Auto einschliefen (bzw. uns angesichts der harten Sitze in den Schlaf fluchten). Mehr zum nächsten Tag dann später. Fotos von Nimbim auch später. Im Grunde alles später, wenn ich mal Zeit finde zu schreiben und hochzuladen :)

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