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Tag 1: Atherton Tablelands

Geschrieben von am 18. November 2010

Nach meinem Aufbruch aus Cairns schlängelte ich mich zusammen mit meinem Auto die Straße nach Yungaburra hinauf, in Richtung Atherton Tablelands. Dabei handelt es sich um einen Landschaft, die ein wenig wie die australischen Alpen mit Regenwaldfaktor anmutet. Mein Ziel war die On The Wallaby Lodge, ein Hostel, von dem aus man viele coole Touren machen kann.

Auf dem Weg dorthin stattete ich zwei höchst beeindruckenden Feigenbäumen einen Besuch ab. Zum einen war da die "Fig Cathedral", ein riesiges Baumgebilde, das in der Tat ähnlich beeindruckend wirkte wie eine Kathedrale. Zum anderen besuchte ich den "Fig Curtain", ein Gebilde, dass sich dadurch gebildete hatte, dass ein Baum gegen einen anderen gefallen war und die Schlingpflanzen, die Baummörder, ihre Wurzeln wie einen Vorhang zum Boden hin gestreckt hatten. Das Resultat sah dann in etwa aus wie eine gigantische Baumharfe.

Schließlich erreichte ich das Hostel und nachdem ich mein Zelt aufgebaut und mir einige Toasts einverleibt hatte, beschloss ich, eine Nachtkajaktour zu machen. Zusammen mit dem Guide und zwei anderen Mitstreitern paddelten wir also auf den nächtlichen Lake Tinaroo hinaus, bewaffnet mit Schwimmwesten und Taschenlampen, um ein paar Tiere zu sehen. Leider zeigten sich nicht die scheuen Baumkängurus , dafür sahen wir einige Wasserdrachen, ein paar Opossums, viele Fische und Fledermausbabys, die sich in einem Astloch versteckt hatten.

Am nächsten Morgen brach ich früh auf und ließ direkt mal mein Handtuch im Hostel zurück (erste Station meiner Sachen-in-Hostels-vergessen-Kombo). Ich spazierte rund um den Lake Eachem, insgesamt drei Kilometer. Außer einigen ziemlich großen Insekten und ein paar weiteren großen Baumgebilden gab es aber nicht viel zu sehen.

Weiter ging meine Reise nach Malanda bzw. einem kurzen Wanderweg in der Nähe. Dort sah ich dann neben ein paar Schildkröten auch meine erste richtige Schlange (und es sollte nicht die letzte bleiben), die scheinbar auch schwimmen konnte, denn bei meinem Näherkommen flitze sie ab ins Wasser.

Schließlich fuhr ich weiter in Richtung Dinner Falls, einem weiteren Wasserfall, der mir von der Hostelmama zuvor empfohlen worden war. Hier machte ich einen weiteren Spaziergang, der mich zunächst zum "Krater" führte. Dabei handelt es sich um ein durchaus sehenswertes großes Loch, das mit Wasser gefüllt ist. Bis zur Wasseroberfläche sind es immerhin etwa 60m und darunter führt das Loch in unbekannte Tiefen, da die Taucher dieses scheinbar nur bis in etwa 130m Tiefe unter der Wasseroberfläche untersuchen konnten! Die Wasserfälle waren wenig beeindruckend, ganz nett zum Schwimmen, aber danach war mir nicht zu Mute also zog ich nach einer Mittagspause weiter, um einen Blick vom McHughs Lookout über die Tablelands zu werfen.

Der Umweg dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn der Ausblick war ziemlich beeindruckend. Rund um sich erblickt man grüne Hügel und Regenwälder, immer mal wieder unterbrochen von verstreuten Häusern und Dörfern. Von hier aus wirkt das ganze Land Australien unglaublich fruchtbar, wie ein Paradies, und überhaupt nicht wie die rote Wüste, als die man sie häufig im Kopf hat.

Dann ging es zu meiner letzten Station meines Tagesausflugs durch die Tablelands und dem Höhepunkt, den Nandroya Falls. Auch diese waren mir wärmstens empfohlen worden, als Geheimtipp, ein einsamer Fünfkilometer-Rundweg durch den Regenwald, wild und mit einem schönen Wasserfall am Ende. Nach wenigen Metern hatte ich dann meine erste richtige Begegnung mit einer Schlange, denn ich wäre auf diese fast draufgetreten. Augenscheinlich war ihr wohl recht kalt, denn anstatt zu fliehen lag sie faul mitten auf dem Weg. Ich trat erst einmal den taktischen Rückzug an, wollte aber nicht einfach so aufgeben. Da der Weg recht schmal war und ich nicht genau wusste, wie viel Toleranz dieses Tier wohl aufbringen würde, beschloss ich sie zu vertreiben. Also bewarf ich die Schlange so lange mit Steinen, bis sie schließlich zischend im Unterholz verschwand (ich musste sie direkt treffen, um sie überhaupt angemessen zu beeindrucken).

Der Rest des Weges verlief dann friedlicher und ich begegnete keinen weiteren Tieren (außer Mücken). Der Weg war wirklich wunderschön, denn er führte durch einen weniger überlaufenen Regenwald, der ganz anders war als die stegdurchlaufenen Touristenwälder. Schließlich führte der Weg am idyllischen Fluß entlang, bis ich schließlich den Wasserfall erreichte. Nicht nur der Weg war der schönste bisher durch australischen Regenwald, sondern auch der Wasserfall war der beeindruckendste, den ich bis jetzt von unten gesehen habe: Denn nicht nur war er der höchste, auch der Weg war recht anstrengend gewesen, und ein wenig Adrenalin macht jedes Erlebnis besser :D Auf dem Rückweg fing es an, wie aus Eimern zu schütten und ich erreichte das Auto trotz einer Jogging-Einlage klatschnass aber glücklich.

So fuhr ich dann weiter nach Mission Beach, wo ich nach einiger Sucherei dann das Hostel fand. Doch das ist dann ein Thema des nächsten Beitrags, auch wenn es zeitlich wohl noch zu diesem Tag gehört. Naja egal, Gute Nacht und so.

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