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Weihnachten und Neujahr

Geschrieben von am 19. Januar 2011

Nun habe ich ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemeldet. Also kommt hier mal eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen: Ich habe gearbeitet. Außerdem war da noch Weihnachten und Neujahr.

Während der Weihnachtstage und über Neujahr gab es leider keine Arbeit, also habe ich meine Zeit im Hostel verplempert.Mein Weihnachtsessen war wenig spektakulär, da mich meine Kochkünste etwas im Stich gelassen haben. Nichtsdestotrotz war es mal was anderes, die Zeit bei 30 Grad mit Tannenbaum und ohne Schnee zu verbringen. Die Weihnachtsstimmung ist trotzdem etwas auf der Strecke geblieben. Hier im Hostel finden sich einige nette Menschen, einige Drogenopfer, so manche seltsamen Gestalten (so wie ich) und ein paar Idioten – also die perfekte Weihnachtsgesellschaft.

Neujahr jedenfalls war großartig. Ich hatte mich zusammen mit einigen Freunden aus dem Hostel auf den Weg in Richtung botanischer Garten gemacht. Auf dem Weg habe ich sie dann verloren und bin etwas durch die Stadt geirrt, bis ich endlich einen von ihnen erreichen konnte. Also machte ich mich auf den Weg zum Opernhaus und konnte mich so gerade noch durch den sich schließenden Zaun quetschen, bevor die Gegend um drei Uhr abgeriegelt wurde.

Von da an saßen wir also in der prallen Sonne und spielten Karten, während wir auf das Spektakel warteten. Am Abend kam dann eine Flugschau, bei der Flugzeuge Loopings drehten und Rauchzeichen an den Himmel schrieben. Dann um neun Uhr kam das kurze Feuerwerk für die lieben Kleinen, damit diese nach Hause und in ihr Bettchen verfrachtet werden konnten.

Schließlich war es dann Mitternacht und das große Feuerwerk begann. Und ich muss sagen, dass sich das Warten definitiv gelohnt hat. Denn die in Flamen stehende Harbour Bridge ist ein ziemlich beeindruckender Anblick. Und ein professionelles Feuerwerk ist nicht zu vergleichen mit dem Chaos, das in Deutschland zum Jahresende veranstaltet wird. Für Fotos war meine Kamera leider viel zu schlecht und das Video ist mir leider abhanden gekommen, also müsst ihr euch mit offiziellen Bildern oder Videos begnügen.

In den letzten zwei Wochen habe ich für Kevin gearbeitet, der renoviert. Außerdem hat er noch ein zweites Haus, das er ebenfalls aufpolieren lässt. So hatte ich das Vergnügen, Löcher zu buddeln, den Garten zu roden, Teppichboden rauszureißen, Einbauschränke zu demolieren, Türen abzuschrauben, Beton zu gießen, Zeug zu schleppen, seinen Krempel von einem Lagerraum in den anderen umzuziehen, Steinplatten zu verlegen und einen Zaun zu bauen. Der ganze Spaß bringt mir 150 Dollar pro Tag ein, was ein recht guter Lohn ist, wenn Kevin nicht wie immer überziehen würde. Denn er guckt nie auf die Uhr und findet ein Ende.

Kevin ist jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, dass Geld nicht glücklich macht: Denn wenn ich mir angucke, wie er seine Kinder anschreit und sich mit seiner Frau streitet, dann gebe ich der Ehe noch maximal zwei Jahre. Und eine gute Beziehung zu seinen Kindern wird er mit seinen Militärmethoden vermutlich auch nicht hinbekommen. Vielleicht sollte er mehr Zeit mit seiner Familie und weniger mit Renovieren verbringen, denn was nützt einem ein tolles Haus und viel Geld, wenn man am Ende alleine darin hockt (oder man selbst vor der Tür landet).

Letzte Woche habe ich mich dann noch einmal mit meinen lieben Ex-Kollegen aus Cairns getroffen und bin mit Steve und Katrine an den Bondi Beach gegangen. Dort haben wir uns dann von den mannshohen Wellen durch schütteln lassen und die Frauen in Bikinis begafft (also Steve und ich). Zum Ausklang des Tags haben wir uns im Bondi Social Restaurant niedergelassen, denn dort arbeitet Steve als Hilfsmanager. Die Aussicht von dort ist grandios und das Essen genial (das beste was ich in Australien bisher gegessen habe): Schweinebauch mit Thai-Karamell und Babytintenfisch-Salat mit frischer Minze. Klingt seltsam, war aber ein Gaumenschmaus.

Von dem Geld, was ich schon auf die hohe Kante gelegt habe, werde ich vermutlich erst mal einige mehr oder weniger nötige Dinge erstehen und ein Paket mit überflüssigem Krempel nach Hause schicken. Und dann geht es irgendwann weiter nach Melbourne und Tasmanien. In der nächsten Zeit gibt es vermutlich nicht viel zu berichten, ich werde weiter schuften und ansonsten meine Zeit verschlafen, ab und zu an den Strand gehen oder andere unspannende Dinge tun. Also erwartet nicht zu viel.

Und ich werde meine Zeit weiter nutzen, um mir Gedanken darum zu machen, was ich denn eigentlich so mit meinem Leben machen will, was ich in der nächsten Zeit tun werde. Bleibe ich vielleicht ein Jahr länger in Australien? Neuseeland? Asien? Südamerika? Afrika? Irgendwann vielleicht sogar wieder nach Hause? ;-) Meine Vision für 2020 ist mir recht klar und fällt recht klassisch aus: Familie ist nun einmal eine der besten Erfindungen. Ich wünschte bloß, ich könnte einfach die Strecke dazwischen überspringen, aber das wäre wohl geschummelt. Also befinde ich mich auf der selben Suche wie meine Mitmenschen, auch wenn sich jeder auf eine andere Art und Weise darum drückt. Jetzt aber genug davon, ich überlasse euch jetzt der Vorfreude auf den nächsten Wortschwall von mir :-)

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4 Antworten auf Weihnachten und Neujahr

  1. deinallerliebstesschwesterchen

    also ich bin dafür du kommst dann wieder nach Hause :-)

  2. Snickers

    Hör net auf deine Schwester, bau dir ne Existenz in Südamerika auf, mit Gästehaus, wo ich dann wohnen kann ;)

  3. Eli M.

    Meine Jüngste ist jetzt auch bereits ein halbes Jahr in Afrika und möchte verlängern.... mal schauen, ob + was draus wird. Ich bin natürlich definitiv für zurück kommen und den nächsten Lebensabschnitt angehen .
    Womit würdest du dich denn am liebsten beschäftigen ( mal ohne über den Ort nachzudenken)? LG Elisabeth

    P.S.: Übrigens haben wir heute Abend Betriebsfest, hab ich ziemlich lustig in Erinnerung :) lalalalla...

  4. Manuel

    Ehrlich gesagt habe ich darüber nach gedacht, dass im Kindergarten arbeiten gar nicht mal so schlecht ist :D Denn meistens macht es Spaß und ich glaube, dass das eine wichtige Arbeit ist. Im Moment schreckt mich aber die Bezahlung und das deutsche Bildungssystem ab. Aber vielleicht wenn ich im Ausland arbeite... Und Afrika klingt auch nach einem interessanten Reiseziel.

    Und das Betriebsfest war ganz nett, nur eine zu hohe Frauenquote :P

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