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Auch Umwege führen nach Tassie

Geschrieben von am 19. Februar 2011

So machten wir uns also auf den langen Weg zur großen Insel. Und "wir" heisst an dieser Stelle: Tobias, der mit dem Campervan, dem großen Werkzeugkasten, einer Begeisterung für Technik, Fotografie und Dubstep, meistens guter Laune und einer Vorliebe, sämtlichen Leuten "auf den Sack zu hauen". Malte, immer hungrig, ein Geschichtenerzähler der besonderen Art, auszubildender Frauenheld und im Allgemeinen recht umgänglich. Und schließlich Martin, Ossie, Beinah-Profisportler, Hobby-Exhibitionist, mit sprunghafter Laune, einzigartiger Lache und einer Gabe, anderen auf den Keks zu gehen. So fuhren wir also gen Tasmanien.

Naja, nicht direkt, erstmal machten wir einen Abstecher in die Blue Mountains und zelebrierten die erste Nacht in Freiheit im Lagerfeuerschein mit einem zünftigen Barbeque. Nach mehr als sieben Monaten Australien hatte ich endlich mein erstes Lagerfeuer! So hatte ich mir das Abenteuer ja schon eher vorgestellt. In sofern vielen Dank an das großartige Buch "Camps 5", das einen recht zuverlässig zu guten Campingplätzen führt, die normalerweise sogar nichts kosten. Jedem zukünftigen Australien-Erkunder, der es etwas abenteuerlicher haben möchte, kann ich das nur ans Herz legen </schleichwerbung>

Am nächsten Tag streiften wir dann nach einem Bad und einigen Hüpfern in den nahe gelegenen Teich durch die blauen Berge. Hier hab ich mal ein künstlerisch wertvolles Video, in dem ein Eurhythmie-Künstler eine sensationelle Vorführung unter Einbeziehung des Elements Wasser darbietet. Und das Ganze sogar in HD (dank neuer Kamera)! Wenn ihr Glück habt, werde ich noch mehr Videomaterial hochladen, auf das euer Leben bereichert wird.

Neben bereits bekannten Schauplätzen stiegen wir auch auf der anderen Seite des Echo Points ins Tal hinab und machten Halt bei einem Wasserfall, wo sich Malte und Martin nackt unter das herab rieselnde Wasser begaben. Das Resultat des Ganzen sind einige homoerotische Fotos auf Tobis Kamera und vermutlich auch auf einigen derer der Touristen, die das Spektakel von hoch oben aus der Seilbahn begutachten konnten. Ich verschone euch aber an dieser Stelle von dem Anblick, sonst muss ich am Ende noch eine Jugenschutzkenntzeichnung hier anbringen.

Schnitt: Neuer Tag, neues Ziel - Jenolan Caves. Die sind ein riesiges Höhlensystem und wir investierten einige unserer hart verdienten Dollars in eine Eintrittskarte. Leider war die River Cave, die wir eigentlich anschauen wollten, schon ausgebucht und die Alternative Lucas Cave, die wir stattdessen erkundeten, war zwar ganz nett, aber eben nur eine weitere Höhle ohne coolen unterirdischen Fluss. Nach dem Verlassen der dunklen Gefildan die Oberfläche wurden wir von strömendem Regen begrüßt. Wir schauten uns noch den öffentlichen Teil der Höhlen an, der das beeindruckendste am ganzen Tag war. Eine riesige Höhle mit großer Öffnung nach außen, lichtdurchströmt, bewachsen, aber trotzdem überdacht, der perfekte Ort für ein Dorf voller Kreaturen in der mystischen Welt eines Fantasyromans. Danach durchpflügten wir die Wellen die Straße bergauf in Richtung Kosciuszko Nationalpark (Snowy Mountains). Nach eine weiteren Übernachtung ging es schließlich weiter...

Zwar gab es dort im Sommer keinen Schnee, aber kalt war es trotzdem.Wir stoppten an einem beschaulichen Campingplatz direkt neben einem Fluss und bauten unser Camp auf.Das dauert immer eine Weile, denn wenn man mit so vielen Leuten in einem Auto unterwegs ist, muss man immer etwas umräumen, bevor man seinen Kopf aufs Kissen plumpsen lassen kann. Das Vorzelt will aufgebaut werden, ich muss mein Zelt herichten und so weiter. Nachdem wir ein weiteres Mal gepflegt grillten, war es auch schon Zeit, in die Schlafsäcke zu verschwinden.

Nächster Tag: Am Morgen gab es ein eisiges Bad im Fluss (wobei es eigentlich eher schon Mittag war), denn unsere Morgenmuffel quälen sich im Allgemeinen erst gegen neun Uhr aus dem Bett und durchlaufen den Vormittag in Slow Motion), wobei sich unsere Hobby-Exhibitionisten es sich nicht nehmen ließen, trotz der Anwesenheit anderer Gäste ihre Badehose zu vergessen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Fahren durch die kage Landschaft, einem weiteren Bad in einem frostigen Bergsee (Ein weiterer Haken auf der imaginären ToDo-Liste) und schließlich machten wir Halt an einem weiteren Campingplaz, wo zahllose Mücken unsere einzigen Zeitgenossen waren.

In Shepparton suchten wir einen ehemaligen Arbeitgeber von Tobi auf, einen Farmer, der uns Arbeit in ein paar Wochen versprach. Also machten wir uns auf den Weg weiter nach Melbourne, wo wir zunächst im McDonalds die Fähre buchten, die in zwei Tagen aufbrechen sollte und dann weiter fuhren zu einem Campingplatz, der recht abgeranzt dafür aber billig war. Wir beschlossen, das uns die Unterkunft das Geld nicht wert war und wir machten uns auf die Suche nach einer kostenlosen Alternative.

So fuhren wir in den Point Cook Coastal Park, in der Hoffnung dort einen versteckten Stellplatz für die Nacht zu finden. Es bot sich aber keine wirkliche Gelegenheit, wir besichtigten lediglich ein historisches Landgut mit eingebautem Café und suchten dann weiter. Fündig wurden wir schließlich an einem abgelegenen aber keineswegs einsamen Strand. Dieser war scheinbar der Mittelpunkt schwuler Paarungsaktivitäten, denn ständig kamen Männer in ihren Autos angefahren, um sich dann mit einem der anderen Herren in die Büsche zu verziehen.  Wir überlebten die Nacht aber unversehrt und machten uns in aller Frühe auf die kurze Reise hinüber zur Fähre.

Die Fährenfahrt war mit circa elf Stunden zwar lang, aber recht ereignislos, und wurde im wesentlichen mit Kartenspielen und Filmen hinter uns gebracht. Die Spirit of Tasmania ist auf jeden Fall ein ziemlich großes Schiff und wenn man bei einigem Seegang auf dem zehnten Deck versucht sich zu entspannen, stellen sich einem schon gewisse Schwierigkeiten in den Weg. Schließlich erreichten wir aber die Ufer der geheimnisvollen Insel, die es zu entdecken galt.

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